Let­ztlich bin ich auf dem Unternehmens­blog der Fir­ma QNAP gelandet. QNAP ist eine Chi­ne­sis­che Fir­ma, welche NAS Sys­teme (Net­work Attached Stor­age) pro­duziert und verkauft.
Das Prob­lem bei diesen Pro­duk­ten ist die Tat­sache, dass Sie um sehr wenig Geld, viel Sicher­heit vor­spie­len. Aber dazu später mehr.

Solche NAS Pro­duk­te, wie diese von QNAP sind sehr beliebt und wer­den von vie­len IT Betreuern emp­fohlen und auch instal­liert.
Das Prob­lem hier ist nur, dass der Schein lei­der trügt. Diese Pro­duk­te sind meist nicht für den pro­fes­sionellen Ein­satz geeignet. Vor allem das, was man in Media Markt und Co. so zu kaufen bekommt ist schlicht ungeeignet Fir­men­dat­en oder sog­ar App­lika­tio­nen ständig auszuführen.

Ein weit­eres Prob­lem sind die Fest­plat­ten. Eine Enter­prise Stor­age hat meist SAS Fest­plat­ten instal­liert. Der Gund ist klar. Diese sind wesentlich schneller als die herkömm­lichen SATA Fest­plat­ten sowie robuster gebaut. Auch kön­nen SAS Fest­plat­ten gle­ichzeit­ig lesen und schreiben, was im Bere­ich NAS doch sehr wichtig ist. Wie auch immer, diese Pro­duk­te unter­stützen unr SATA Fest­plat­ten. Also, wer­den Sie auch nur mit solchen bestückt. Meist ein­fache Desk­top Dri­ves.

Das The­ma Fest­plat­ten kön­nte man noch weit­er­führen. Aber mehr in einem anderen Beitrag.

Nun jedoch zum QNAP Blog. In dis­em Blo­gein­trag mit dem Titel “Nev­er say nev­er to Data loss” geht es in Erster Lin­ie darum dem Kun­den zu erk­lären, dass auch ein QNAP Sys­tem nicht davor schützt. Das wiederum ist für viele Fir­men und Kun­den eine dur­chaus ernüchternde Erken­nt­nis, da man genau das mit dem Erwerb eines solchen Gerätes erre­ichen wollte.

Der Ver­fass­er des Ein­trages geht expliz­it auf die Prob­leme der Syteme von QNAP ein. Beispiel­sweise, dass das Rebuilt bei RAID Lev­el 1 nur bed­ingt funk­tion­iert. Oder dass bei den Con­sumer­pro­duk­ten mit Soft­ware RAID (also so gut wie jedes dieser Teile) der Con­troller nur ein­fach aus­ge­führt ist und … wenn er den Hitze­tod stirbt.. die Dat­en eben weg sind (Man kann die Fest­plat­ten nicht ein­fach in ein bau­gle­ich­es Gerät steck­en… das geht lei­der nicht).

Am Ende des Blo­gein­trages find­et sich noch der nette und wohl auch ehrlich gemeinte Ratschlag, dass man das NAS dann doch wieder in die Cloud sich­ern soll. Denn… man weiss ja nie.

Ich finde diese ehrliche Vorge­hensweise, den Kun­den gle­ich mal zu sagen dass man eben nicht für Daten­sicher­heit ste­ht löblich. Den­noch wer­den diese Teile immer noch zu haufe an Kun­den als ver­mei­dlich­es All­heilmit­tel verkauft. Das ist in Erman­gelung besser­er Ken­nt­nis viel­er IT-Dien­stleis­ter lei­der ein grober Fail.

Faz­it: Wenn Sie Dat­en wirk­lich sich­er haben möcht­en, kom­men Sie um eine Enter­prise Stor­age nicht herum. Diese kön­nen Sie ab rund 10K EUR erwer­ben. Alles andere ist Müll. Oder, Sie gehen gle­ich zum Cloud­provider Ihres Ver­trauens und spe­ich­ern Ihre Dat­en dort. Das ist in jedem Fall die sich­er­ste Wahl.